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Archivfoto Weser-Kurier

Vorfreude auf den Nikolausabend

Im Normalfall sind es Kinder, die sich auf den Nikolaustag freuen. Es gibt in Bremen aber auch einige junge Damen, die sich auf diesen 6. Dezember freuen. Denn am Nikolausabend ist Derbyzeit. Nach zwei Jahren werden sich die Hockeyteams vom Bremer HC und vom Club zur Vahr dann erstmals wieder in einem Punktspiel unter dem Hallendach gegenüberstehen. Ein Spiel in der Regionalliga, der zweithöchsten Spielklasse, ein Spiel, in dem es zwischen den beiden besten Bremer Klubs gewissermaßen auch um die Stadtmeisterschaft geht.

Der Termin ist wie gemalt für ein solches Duell. "Wir spielen an einem Freitagabend, da wird die Halle voll sein", sagt Martin Schultze. Der Trainer des Bremer HC erinnert sich noch gerne an das letzte Aufeinandertreffen in der BHC-Halle, "da hatten wir eine extrem schöne Stimmung, das macht dann besonders viel Spaß". Unabhängig von den gesteckten Zielen für den Ligabetrieb geht es in diesen Duellen gegen den Rivalen CzV auch ums Prestige. "Ich denke, dass wir mehr Qualität im Kader haben. Wir wollen vor dem Club zur Vahr landen, das ist absolute Pflicht", sagt Schultze.

In den beiden Vergleichen der Saison 2017/18 hatte sich der spätere Meister und Bundesligaaufsteiger BHC jeweils klar mit 8:2 durchgesetzt, "da hatten wir keine Chance", erinnert sich CzV-Trainer Nico Stankewitz. Das soll diesmal anders werden, "ich hoffe, dass wir konkurrenzfähiger sind", sagt Stankewitz vor seiner nun letzten Saison mit den Vahrer Frauen. Ende März läuft sein Vertrag als Sportdirektor und Cheftrainer für den Frauenbereich aus (wir berichteten).

Mit einem 17er-Aufgebot geht der Club zur Vahr in die Saison, große personelle Veränderungen gibt es nicht. Gegenüber der Vorsaison sind nun Emilie Vedel Blankschön, Gloria Kulla (nach Babypause), Naja Neumann (zurück aus Heimfeld) und Antonia Schnatmeier (nach Kreuzbandriss) wieder dabei, mit Joana Tobias (Knie) und Lisa Kuhmann (Rücken) fallen indes "zwei wertvolle Spielerinnen" (Stankewitz) noch verletzt aus. Die neue feste Nummer eins im Tor ist Nachwuchskeeperin Lia Wedel. "Wir haben einen gut eingespielten Kader", sagt Stankewitz vor der Auftaktpartie an diesem Sonntag gegen den Marienthaler THC (Beginn 12 Uhr/CzV-Halle). Rang vier sei für sein Team ein realistisches Saisonziel.

Dorthin orientiert sich auch Erstligaabsteiger Bremer HC. In der Feldsaison ist das Team zuletzt personell stark von seinen ausländischen Spielerinnen geprägt gewesen. In diese Hallenrunde startet der BHC aber ohne internationale Verstärkung, "das war ein Wunsch der Mannschaft", sagt Trainer Martin Schultze. Mit Marit van Erk, Charlotte Jagdt, Allia Janke und Paula Weißgräber sind vier junge Spielerinnen in den nur zwölfköpfigen Kader aufgerückt. "Ein kleiner, aber feiner Kader", sagt Schultze. Gerade im Tor (mit Chantal Bausch) und in der Verteidigung sei man sehr gut aufgestellt, ein kleines Manko sei aber die Besetzung in der Offensive. Ob dieser Kader tatsächlich um den Titel mitspielen kann, wird sich womöglich bereits an diesem Sonnabend zeigen, wenn der BHC um 14 Uhr den Vorjahreszweiten TG Heimfeld erwartet.

Von Frank Büter


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