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Damen müssen Abstieg befürchten

Nun kann den Club zur Vahr nur noch ein Wunder vor dem Abstieg aus der 2. Hockey-Bundesliga der Damen retten. Nachdem der Tabellenletzte am Sonntagmittag seine Partie gegen den Club Raffelberg auch in der Höhe durchaus erwartet mit 2:8 (1:6) verloren hatte, setzte sich am Nachmittag Vahrs einziger noch erreichbarer Konkurrent, Eintracht Braunschweig, mit 1:0 gegen Blau-Weiß Köln durch. Der Abstand der Bremerinnen zum rettenden Ufer beträgt drei Spiele vor Saisonende vier Punkte, zudem hat der CzV das klar schlechtere Torverhältnis.

Somit hat der direkte Vergleich bei Eintracht Braunschweig am kommenden Sonntag eine noch größere Bedeutung für den CzV: Er muss gewinnen und benötigt danach noch mindestens einen weiteren Erfolg oder zwei Unentschieden. Und das unter der Voraussetzung, dass die Eintracht, die nur noch zwei Partien bestreiten muss, in ihrem Saisonfinale beim Club Raffelberg nicht punktet.

„Wir haben es immer noch selbst in der Hand“, sagte Vahrs Trainer Nico Stankewitz am Sonntagabend nach der schlechten Kunde aus Braunschweig. Er hatte der Eintracht diesen Sieg schon im Gespräch am Mittag zugetraut – und sollte zum eigenen Leidwesen mit seiner Einschätzung recht behalten. „Theoretisch ist unsere Rettung möglich“, sagte er, „aber dafür müssen wir unsere Fehler abstellen.“ Diese leidigen Fehler wurden dem Club zur Vahr auch gegen das Team aus Duisburg zum Verhängnis. Gerade weil die Bremerinnen für den letztjährigen Erstliga-Absteiger und aktuellen Tabellenzweiten kein Gegner auf Augenhöhe sind, müssen sie schon einen überragenden Tag erwischen, um zu überraschen. Ein ordentlicher Tag, wie an diesem Sonntag, reicht dafür nicht aus.

Angesichts des klaren Ergebnisses klingt es komisch, aber der Vahrer Auftritt machte Mut für das Kellerduell am kommenden Sonntag. Die Gastgeberinnen hatten zunächst die erfolgversprechenderen Aktionen. „Das ist zu wenig da vorne“, rief Raffelbergs Trainerin Susanne Wollschläger ihren Spielerinnen zu, nachdem Vahr soeben aus der ersten Ecke des Spiels nichts Zählbares gemacht hatte und sich die Gäste im folgenden Angriff einmal mehr den Ball hatten abnehmen lassen. In der zwölften Minute verpasste Alea Hülsmann die Vahrer Führung, als Torfrau Lisa Sophie Bartkowiak ihren Schuss klasse abwehrte.

Dann aber ging es wieder einmal sehr schnell: Nach einem Freischlag schaltete die Vahrer Abwehr zu spät, und den scharf geschlagenen Pass von Pia Maertens beförderte Berit Liebenehm zum 0:1 (14.) ins Tor. „Bis dahin war eigentlich nichts zu sehen von Raffelberg, aber nach dem Gegentor haben wir völlig den Faden verloren“, sagte Stankewitz. Mit einigem Glück überstand der Club zur Vahr das erste Viertel ohne weiteres Gegentor und kam wenig später tatsächlich durch Lone Bergmann (18.) zum Ausgleich. Doch dann machte es der CzV dem Gegner sehr leicht, um bis zur Pause auf 6:1 entscheidend davonzuziehen. Ricarda Buschs Siebenmetertor zum 2:8 (51.) war nur noch Statistik.

Von Jörg Niemeyer

Club zur Vahr: Henn, Wedel; Nuttelmann, Harmatz, Rößler, Ruef, Tielitz, Wedel, Kuhmann, Bremer, Tobias, Aboukerim, Busch, Bergmann, Neumann, König, Rosenboom, Hülsmann.


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